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Diogenes Verlag

 

 
 So helle Augen

Anna Dankowtsewa: So helle Augen

Info des Diogenes Verlags:
Ein Serienkiller geht um in Moskau. Der pensionierte Polizist Pjotr Gurko kommt dem Psychopathen auf die Spur. Doch der umgarnt bereits mit Charme und Intelligenz sein nächstes Opfer. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Anna Dankowtsewa: So helle Augen. (Sag v levo, 2000). Roman. Aus dem Russischen von Christa Vogel. Gebunden, 224 S., 18.90 Euro (D)

 

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Kater und Katzenjammer

Ramón Díaz Eterovic: Kater und Katzenjammer

Info des Diogenes Verlags:
Nach einem Meeresurlaub zurück in Santiago de Chile, suchen Heredia und sein Kater Simenon fürs erste in einem Hotel Unterschlupf und übernachten prompt unter demselben Dach mit einem Toten: Heredia ermittelt - nur schon um selbst vom Tatverdacht freizukommen. Doch ein Toter kommt selten allein, und hinter einem schmutzigen Geschäft verbirgt sich oft das nächste. Heredia spürt den knallharten Interessenpoker um eine argentinisch-chilenische Gasleitung auf, obwohl er, der Bar- und Kneipenliebhaber, weiß Gott kein Ökoapostel ist. Heredia ermittelt mit südländischer Leichtigkeit: Kater Simenon hilft ebenso wie Kioskbesitzer Anselmo, ja selbst die Tarotkarten seiner neuen Nachbarin, der Wahrsagerin Zara, die Wunder zu erschwinglichen Preisen anbietet, bringen Heredia auf eine wichtige Spur. Ein Gerechtigkeitsfanatiker ist Heredia nicht, aber die Wahrheit ist ihm ebenso wichtig wie ein gutes Glas Wodka. Buch für Buch wird der Leser heimischer in den Straßen und hinter den Kulissen von Santiago. Heredia wird zum unerläßlichen Begleiter, mit dem man gerne durch die dunkle Nacht streift und Tangos hört. Ein großartiger Roman darüber, wie man auch in Zeiten anonymer Technologien sich selbst treu bleiben kann.

Ramón Díaz Eterovic: Kater und Katzenjammer. (7 Hijos de Simenon, 2000). Ein Fall für Heredia. Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Maralde Meyer-Minnemann. Gebunden, 352 S., 19.90 Euro (D).

 

[Thomas Wörtches Leichenberg 11/2001]

 

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Winkelzüge

Dick Francis: Winkelzüge

Info des Diogenes Verlags:
Kriminalgeschichten können sehr lehrreich sein. Man kann ihnen beispielsweise entnehmen, wie Wettkassen erfolgreich zu plündern sind. Im Jahre 1997, 22 Jahre nachdem Dick Francis die Geschichte Bombenalarm in Kingdom Hill geschrieben hatte, legte tatsächlich ein Ganove die Rennbahn von Aintree mit Hilfe einer Bombendrohung lahm, um auf dieselbe Weise wie sein literarisches Vorbild Tricksy Wilcox zu Geld zu kommen. Dick Francis rät denn auch mehrfach: »Tun Sie's nicht!« In den hier versammelten Geschichten tummelt sich ein buntes Völkchen: Da ist der arbeitslose Hochstapler, der seinen großen Coup landen will, um ein für allemal ausgesorgt zu haben; da der alkoholsüchtige Sportreporter, der um seinen Job bangt; da eine Witwe, die um der Liebe willen zu fast allem bereit ist - lauter Menschen in Extremsituationen, lauter Leute, die auf Teufel komm raus ihre Haut retten müssen. Die einen überschätzen ihre Fähigkeiten und fallen auf die Nase; die anderen hätten sich nie träumen lassen, daß ihnen das Glück je so zufliegen könnte. Mit Witz, Lust und manchmal auch mit unverhohlener Schadenfreude holt Dick Francis in diesen Geschichten das Menschlich-Allzumenschliche ans Licht und beweist damit, daß er auch ein Meister der kurzen Form ist.

Dick Francis: Winkelzüge. (Field of 13, 1998). Dreizehn Geschichten. Aus dem Englischen von Michaela Link. Diogenes Taschenbuch Nr. 23279, 416 S., 9.90 Euro (D).

 

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Hellas Channel

Petros Markaris: Hellas Channel

Info des Diogenes Verlags:
Er hatte Janna Karajorgi, Reporterin für Hellas Channel, noch nie ausstehen können - sie war überheblich und machte sich bei jeder Pressekonferenz über ihn lustig. Doch nun ist sie tot, ermordet, und er, Kostas Charitos von der Athener Polizei, soll den Fall übernehmen. Notgedrungen begibt er sich in die Höhle des Löwen und legt sich mit seinen ärgsten Feinden an: den Journalisten. Das Fernsehen ist ein rotes Tuch für Charitos, denn seit seine Tochter ausgezogen ist, sitzt seine Frau täglich stundenlang vor der Mattscheibe und ist vor lauter Soap-operas, Fernsehkrimis und Nachrichten unansprechbar geworden. In einem Griechenland, das Schlauheit mit Bildung verwechselt und Schundromane mit Literatur gleichsetzt, da werden Skandalmeldungen nicht in Frage gestellt. Janna Karajorgi war berüchtigt für ihre Skandalreportagen. Wer hatte Angst vor ihren Enthüllungen? Die Albaner, deren obskuren Machenschaften sie auf der Spur war? Der Kinderschänder, den sie an den Pranger gestellt hatte? Die Kollegen, denen Karajorgis Erfolg und Eigenständigkeit zu weit gingen? Der Kommissar führt die Ermittlungen nicht allein, denn auch die Presse will ihn finden: den Mörder der Karajorgi, die nächste quotensichere Sensation.

Petros Markaris: Hellas Channel. (Nychterino Deltio, 1995). Ein Fall für Kostas Charitos. Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger. Diogenes Taschenbuch Nr. 23282 (1. Aufl. - Zürich: Diogenes, 2000), 464 S., 10.90 Euro (D).

 

[Thomas Wörtches Crime Watch 09/2001]

 

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Quecksilber

Amélie Nothomb: Quecksilber

Info des Diogenes Verlags:
Man schreibt das Jahr 1923. Ein alter Mann und eine junge Frau leben auf einer Insel in totaler Abgeschiedenheit. Fünf Jahre zuvor hat der alte Kapitän das Mädchen nach einer Bombardierung aus den Trümmern gerettet. Seither ist sie in seiner Obhut - und in seiner Gewalt. Als die junge Frau von einem Fieber befallen wird, bestellt der Alte eine Krankenschwester auf die Insel. Sie soll die Kranke pflegen, unter der Bedingung, daß sie ihr nichts über ihren wahren Zustand verrät. Andernfalls müsse sie sterben. Die Krankenschwester gehorcht dem Alten. Doch wird sie auch zur Komplizin des Mädchens. Es beginnt ein Intrigenspiel, das um so raffinierter ist, als man nicht unterscheiden kann zwischen Gewalt und Liebe, Betrug und Wahrheit, Illusion und Wirklichkeit. Ein phantastischer philosophischer Thriller.

Amélie Nothomb: Quecksilber. (Mercure, 1998). Roman. Aus dem Französischen von Wolfgang Krege. Gebunden, 176 S., 17.90 Euro (D).

 

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Selbs Mord

Bernhard Schlink: Selbs Mord

Info des Diogenes Verlags:
Selb könnte sich allmählich auf den Lebensabend einstellen, findet seine Freundin Brigitte. Ihr ist der eigenbrötlerische Siebziger immer noch zu unruhig und unabhängig. Die Freunde gehen in Pension. Die wenigen Aufträge lohnen das Büro kaum noch - er sieht es selbst. Doch dann hilft er in einer verschneiten Februarnacht einem liegengebliebenen Mercedes aus dem Graben und hat plötzlich einen sonderbaren Auftrag am Hals. Einen Auftrag, der den Auftraggeber, Erbe einer alteingesessenen Schwetzinger Privatbank und seit neuem auch Eigentümer einer Bank in Cottbus, eigentlich nicht interessieren kann. Der auch Selb im Grunde nicht interessiert und in den er sich doch immer tiefer verstrickt. Die Spur des Geldes führt ihn von West nach Ost, von einer Nachwendeniederlage zur anderen und am Ende zur Frage, ob er sich auf seine alten Tage nicht übernommen hat. Ein aufregender Kriminalroman aus der jüngsten deutsch-deutschen Vergangenheit. Und ein nachdenklich stimmender Roman über das Altern.

Bernhard Schlink: Selbs Mord. Roman. Gebunden, 320 S., 19.90 Euro (D).

 

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Monatsübersicht September 2001

 

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