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Über das Böse

Andrew Vachss: Über das Böse (1994)

Info des Eichborn Verlags:
Leggewie: Was Pädophile treiben, ist für Sie ein Krieg?

Vachss: Wie würden Sie denn eine Schlacht um die Seelen von Kindern bezeichnen? Es ist absolut gerechtfertigt, das als Krieg zu bezeichnen - mit Sicherheit steht dabei enorm viel auf dem Spiel. Bei nicht wenigen meiner Prozesse steht das Leben des betroffenen Kindes auf dem Spiel. Wenn wir verlieren, muß es wieder zu denen zurück, die es gefoltert haben - und stirbt... oder schlimmer.

Leggewie: Und jetzt rüsten Sie auf?

Vachss: Das ist eben unsere Version des »Wettrüstens« - die Pädophilen denken sich Maßnahmen gegen unsere Ermittlungstechniken aus, und wir denken uns Methoden aus, wie wir ihre Codes knacken und ihre Organisationen infiltrieren können. Es besteht überhaupt kein Zweifel, daß die aggressiven Pädophilen ihre Fünfte Kolonne in den Medien haben. Es ist ein Krieg. Menschen sterben, Menschen werden gefangengenommen, man kämpft mit allen Waffen, die man hat. Wenn Ihnen dieser Begriff überzogen vorkommt, dann reden Sie einmal mit einem Kind, das genauso selbstverständlich von seinen Eltern gefoltert wird, wie andere Eltern ihrem Kind den Kopf streicheln.

Andrew Vachss: Über das Böse. Andrew Vachss im Gespräch mit Claus Leggewie. Aus dem Amerikanischen von Georg Schmidt. Originalausgabe. Frankfurt/M.: Eichborn, 1994, Festeinband mit Schutzumschlag, 171 S., 28.00 DM.

 

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