Serie Walter Caminada von Philipp Gurt
Schauplatz:
Schweiz, Graubünden, Chur, 1947 - 1953.
Figur(-en):
Walter Caminada, vierzig, Landjäger beim kantonalen Landjägerkorps in Chur. Trotz vieler Erfolge im Polizeidienst lehnt Caminada Beförderungen ab mit der vorgeschobenen Begründung, "der ganze Papierkrimskrams" liege ihm nicht. Tatsächlicher Grund ist eine schwere Lese- und Schreibschwäche, mit der er sich seit seiner Kindheit müht. Nach schmerzhaften Erinnerungen an seine tragisch verstorbene erste Frau Jolanda rappelt sich der Landjäger langsam auf und findet mit der "schönen Engadinerin" Menga ein neues Familienglück. Gemeinsam mit Tochter Lena bewohnen sie ein Haus mit kleinem Stall (Esel Leo, drei Geißen, sieben Hühner). Caminada ist ein fürsorglicher Familienvater, der aus eigener Erfahrung weiss, wie leicht das Glück zerbrechen kann.
An Caminadas Seite ist immer sein Dienstkamerad und Freund, der dreißigjährige Erkennungsfunktionär Peter Marugg. Marugg tritt stets "gestriegelt und geschniegelt" auf. In seiner Kindheit wurde er von seinem Vater schwer gedemütigt und musste - ganz auf sich allein gestellt - seine an Tuberkulose erkrankte Mutter unterstützen. Sein Streben nach Bildung und eleganter Kleidung dient als Kompensation dieser Armutserfahrung. Walter Caminadas Antrieb ist der Schutz der Schwachen - Peter Maruggs Eifer speist sich aus dem Willen, sich aus ärmlichen Verhältnissen zu befreien und gesellschaftlich zu etablieren.
Autor(-in):
Philipp Gurt, Jahrgang 1968, ein in der Schweiz schwer erfolgreicher Schriftsteller, der mit seinen letzten elf Büchern durchgehend einen der beiden Top-Plätze der eidgenössischen Bestsellerlisten erreichte. Gurt wurde als siebtes Kind einer Bergbauernfamilie geboren und als Fünfjähriger "mittels fürsorgerischer Zwangsmassnahmen fremdplatziert", wie es auf seiner Homepage heisst, also in Heimen respektive Pflege-Einrichtungen untergebracht. Gurt schrieb mit zwanzig Jahren seinen ersten Roman, der freilich erst sechzehn lange Jahre später veröffentlicht wurde. Nach zunächst autobiographischen Stoffen wandte er sich 2014 mit seinem ersten Giulia-de-Medici-Roman der Kriminalliteratur zu. Mittlerweile fühlt er sich in dem Genre so wohl, dass er nach eigenen Angaben für ein Manuskript sieben Wochen braucht. Die Vorgehensweise ist dabei höchst ungewöhnlich, wie er der Basler Zeitung verriet: Der Verlag schickt dem Autor einen Titel plus Cover-Entwurf des kommenden Buches zu, und der Autor ersinnt den dazu passenden Roman. (*)
Neben den historischen Romanen um Landjäger Walter Caminada und den zeitgenössischen Krimis um Giulia de Medici, Chefermittlerin der Kantonspolizei Graubünden, hat Gurt noch eine weitere Reihe ersonnen. Hauptfigur ist Corina Costa, Adjutantin der Kantonspolizei Graubünden, Abteilung Alpinpolizei Engadin, und im Nebenberuf tätig als Bergbäuerin mit einem kleinen Hof. Außerdem hat Philipp Gurt noch einige standalone Romane, Anthologien, Kinderbücher und Biografien verfasst.
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https://www.bazonline.ch/philipp-gurt-zu-besuch-beim-bestseller-autor-in-chur-120028961207.
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Erschienen:
2019 - 2026
1 / 2019
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Philipp Gurt: Chur 1947
Info des Emons Verlags:
Ein Kriminalroman aus der Schweiz der 1940er Jahre.
Chur im Hitzesommer 1947: Ein grausamer Fräuleinmörder versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Schnell fällt der Verdacht auf einen jungen Mann, der in einer Armenanstalt als Knecht arbeitet. Nach der ersten Einvernahme flüchtet er in die Berge, und eine gnadenlose Hetzjagd beginnt. Doch Landjäger Walter Caminada stösst bei seinen Ermittlungen auf Ungereimtheiten. Die Spuren führen ihn ins Irrenhaus, aber auch in die höchsten Kreise der lokalen Regierung - bis Caminada selbst in Bedrängnis gerät...
Philipp Gurt: Chur 1947. Kriminalroman. Originalausgabe. Köln: Emons, 2019, Broschur, 350 S., 12.00 Euro (D), eBook 9.49 Euro (D).
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2 / 2019
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Philipp Gurt: Helvetia 1949
Info des Emons Verlags:
Chur im Visier des Bösen
Chur 1949: Während der Festlichkeiten des Eidgenössischen Schützenfestes wird der Stadtpräsident erschossen aufgefunden. Neben ihm liegt die Leiche der besten Schützin der Schweiz. Alles deutet darauf hin, dass sie die Täterin ist, die sich danach selbst gerichtet hat. Doch die Spur führt Landjäger Caminada in die Schlucht am Stadtrand, ins ominöse Quartier Täli, für dessen Bewohner andere Gesetze zu gelten scheinen. Zwischen Altstoffhändlern, Gastarbeitern und Trödlern entdeckt er in einem verruchten Tanzlokal Hinweise, die ihn erschaudern lassen. Dann wird eine weitere Tote im Bergwald der Schlucht gefunden...
Philipp Gurt: Helvetia 1949. Kriminalroman. Originalausgabe. Köln: Emons, 2020, Broschur, 350 S., 12.00 Euro (D), eBook 9.49 Euro (D).
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3 / 2021
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Philipp Gurt: Der Puppenmacher
Info des Kampa Verlags:
Graubünden, 1952: In einer stillen Herbstnacht hört der Knecht Toni einen gellenden Schrei und macht kurz darauf eine verstörende Entdeckung. Mitten im düsteren Rheinwald vor den Toren Churs sitzt eine schöne junge Frau, an einen Baum gelehnt. Sie trägt ein weißes Kleid, in ihren Händen hält sie ein Sträußchen Herbstzeitlose. Wie eine Puppe sieht sie aus, ihr Lächeln ist zauberhaft. Aber das Fräulein ist tot. Und dann hört Toni einen zweiten Schrei...
Kein Zweifel: Hier ist Landjäger Walter Caminada gefragt, mit seinem untrüglichen kriminalistischen Gespür der beste Mann im Landjägerkorps Graubünden. Gemeinsam mit seinem Freund, Erkennungsfunktionär Peter Marugg, nimmt der Landjäger die Ermittlungen auf. Doch lange tappen die beiden Männer im Dunkeln. Handelt es sich um einen einzigen Täter, sind es mehrere? Was verbindet die Toten miteinander? Das Geheimnis, das die zwei Ermittler schließlich lüften, ist ein altes, ängstlich gehütetes: Alles begann vor über dreißig Jahren, auf einer kleinen Alm hoch in den Bündner Bergen...
Philipp Gurt: Der Puppenmacher. Ein Fall für Landjäger Caminada. Originalausgabe. Zürich: Kampa Verlag, 2021, Klappenbroschur, 333 S., 16.90 Euro (D), eBook 12.99 Euro (D).
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4 / 2022
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Philipp Gurt: Graubündner Finsternis
Info des Kampa Verlags:
Das entlegene Valser Tal, ein schrecklicher Mord, ein unerhörter Verdacht
Graubünden, 1953: Der Schrecken ist groß, als Gertrud Deflorin in aller Herrgottsfrüh tot in der Tuchfabrik in Chur aufgefunden wird. Die Näherin wurde in der Nacht zu ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag hinterrücks ermordet. Landjäger Walter Caminada und sein junger Kollege, Erkennungsfunktionär Peter Marugg, stehen vor einem Rätsel, denn die junge Frau, die zurückgezogen mit ihrer kranken alten Mutter am Rand von Chur lebte, war allseits beliebt. Und je mehr sie über das Leben des Fräuleins erfahren, desto mysteriöser wird der Fall. Die Ermittlungen führen Caminada und Marugg ins Schanfigg zu einem grobschlächtigen Fuhrmann und tief hinein ins Valser Tal. Und was die beiden dort herausfinden, lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren. Was nicht wahr sein darf, soll dennoch wahr sein?
Philipp Gurt: Graubündner Finsternis. Landjäger Caminada und der Fuhrmann. Mit einem Nachwort von Hans Caprez. Originalausgabe. Zürich: Kampa Verlag, 2022, Klappenbroschur, 315 S., 21.90 Euro (D), eBook 16.99 Euro (D).
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5 / 2023
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Philipp Gurt: Graubündner Totentanz
Info des Kampa Verlags:
Der Hirt der Altsäss, einer Alp hoch auf dem Calanda, liegt tot im Käsekessel. Die Milch ist vom Blut rot verfärbt, der Schrecken groß: Toni wurde erschlagen. Gefunden hat ihn die Sennerin Freya Schwarz, welche die Kuhalp mit ihren beiden Schwestern behirtet. Die drei jungen Frauen stellen sich tagtäglich dem harten Alpleben, doch seit sie die Sennerei führen, wird jede Samstagnacht auf dem Tanzboden gefeiert. Das zieht neben drei rauflustigen Holzknechten auch allerlei Leute aus dem Churer Rheintal an, sodass sogar der Pfarrer davon erfährt und vor dem gottlosen Tun warnt. Bald darauf wird im Schelmentobel unterhalb der Alp seine Leiche gefunden. Landjäger Caminada und sein bester Freund, Erkennungsfunktionär Peter Marugg, werden auf den Berg gerufen, um die Morde aufzuklären. Ihre Ermittlungen gestalten sich schwierig, versetzen sie zehn Jahre zurück ins Jahr 1943, als am Calanda tagelang der größte Waldbrand in der Geschichte der Eidgenossenschaft wütete. Spätestens als ein drittes Opfer gefunden wird, müssen die beiden Männer mit Schaudern erkennen, dass das Böse viele Gesichter trägt und der Berg auch für sie tödliche Gefahren bereithält...
Philipp Gurt: Graubündner Totentanz. Landjäger Caminada und die Sennerin. Originalausgabe. Zürich: Kampa Verlag, 2023, Klappenbroschur, 315 S., 21.90 Euro (D), eBook 16.99 Euro (D).
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6 / 2024
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Philipp Gurt: Graubündner Morgengrauen
Info des Kampa Verlags:
Chur zu Beginn der 1950er-Jahre. Die ganze Gegend ist in heller Aufruhr, nachdem der rotbärtige Zoltan aus der Nervenheilanstalt, dem Trakt für »geisteskranke Triebtäter«, ausgebrochen ist. Keine zwei Tage später, im Morgengrauen eines Maitages, müssen Landjäger Caminada und sein Freund Leutnant Marugg ausrücken: Ein unbekannter Anrufer hat mit verstellter Stimme dem Polizeiposten gemeldet, dass auf der Schafsweide am Rande von Chur ein grausames Verbrechen geschehen sei. Die beiden Schäferinnen, es sind Schwestern, lägen tot im kniehohen Gras - aber da sei noch mehr... Dann hat er aufgelegt. Der Tatort zeugt von Schrecklichem. Unter Hochdruck wird weiter nach dem mächtigen Zoltan gefahndet, denn das Verbrechen passt zu einem, das er dreizehn Jahre zuvor im Schanfigg begangen hat. Eine andere Spur führt Caminada und Marugg in den »Wilden Mann«, eine Spelunke mit zwielichtigen Gestalten.
Philipp Gurt: Graubündner Morgengrauen. Landjäger Caminada und die blinde Schäferin. Originalausgabe. Zürich: Kampa Verlag, 2024, Klappenbroschur, 315 S., 21.90 Euro (D), eBook 16.99 Euro (D).
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7 / 2025
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Philipp Gurt: Graubündner Schatten
Info des Kampa Verlags:
An einem warmen Frühlingsabend des Jahres 1953 eilt ein aufgebrachtes junges Fräulein in der Dämmerung eine menschenleere Landstraße entlang in Richtung Chur. Zwei Tage später finden die Landjäger ihre Leiche im Wald. Sie wurde zweifelsfrei erwürgt, um ihren Hals trägt sie eine rote Schleife. Nur wenige Tage später verschwindet eine junge Näherin aus einem Töchterheim und wird ebenfalls ermordet aufgefunden - auch sie trägt das düstere Markenzeichen um den Hals. Die Nachricht verbreitet sich schnell, und die Gegend ist in heller Aufregung, während Landjäger Caminada und sein bester Freund, Erkennungsfunktionär Leutnant Marugg, die Spur aufnehmen. Als nur wenig später ein Mord vor einer abgelegenen Alphütte die beiden auf eine völlig neue Fährte führt, stehen alle bisherigen Vermutungen plötzlich auf dem Prüfstand.
Philipp Gurt: Graubündner Schatten. Landjäger Caminada und der Fräuleinmörder. Originalausgabe. Zürich: Kampa Verlag, 2025, Klappenbroschur, 331 S., 21.90 Euro (D), eBook 16.99 Euro (D).
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8 / 2026
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Philipp Gurt: Graubündner Höllental
Info des Kampa Verlags:
Als an einem regnerischen Freitagmorgen eine dunkel gekleidete Gestalt die Graubündner Kantonalbank in Chur betritt, nimmt das Verbrechen seinen Lauf: Der Raubüberfall misslingt, der Bankdirektor wird getötet. Tage nach der feierlichen Bestattung meint ein Wildhüter, die Leiche des Direktors im verwunschenen Scaläratobel im Churer Wald nordöstlich der Stadt gefunden zu haben. Wie kann das sein? Der Bischof höchstpersönlich hat ihn doch zu Grabe gelassen, die Ruhestätte auf dem Friedhof ist unberührt. Stunden später kreisen Krähen kreischend über dem nebligen Tobel, von dem seit Generationen jedermann weiß, dass es verflucht ist. Als Landjäger Caminada und Leutnant Marugg den steilen und gefährlichen Aufstieg hinter sich gebracht haben, um die Zeugenaussage zu überprüfen, finden sie gar Schauerliches vor. Doch dies ist erst der Anfang, denn das Tor zur Hölle steht sperrweit offen.
Philipp Gurt: Graubündner Höllental. Landjäger Caminada und die Vogelscheuche. Originalausgabe. Zürich: Kampa Verlag, 2026, Softcover, ca. 336 S., ca. 22.90 Euro (D), eBook 17.99 Euro (D).
[noch nicht erschienen - erscheint laut Verlag am 12.11.2026] |
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