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Haymon

 

Triumphpforte und Tramezzini

Herbert Dutzler: Triumphpforte und Tramezzini

Info des Haymon Verlags:
Letzte Ruhe mit Bergpanorama? Erst, wenn Kommissar Stock weiß, warum der Mord an einer Deutschen am Wiltener Friedhof den Staub der letzten 60 Jahre aufwirbelt.

Zwischen Postkarten und Speisekarten
Innsbruck, das ist doch dieses Postkartenmotiv mit dem goldenen Dachl vor massiver Bergkette? Da, wo alle sportfanatisch sind und für ein Feierabendbier auf die Alm laufen? Auch. Doch in der Alpenhauptstadt sorgen nicht nur die Immobilienpreise samt Spekulant*innen für schlaflose Nächte. Dass dem Verbrechen die eindrucksvolle Kulisse egal ist, weiß Chefinspektor Romed Stock, der an zwei ungelösten Fällen arbeitet, am allerbesten. Immerhin kann er das Nützliche bei seinen Nachforschungen mit dem Angenehmen verbinden. Auf Indiziensuche in der verwinkelten Altstadt erscheint es Stock nur logisch, auch in den ansässigen Konditoreien nach dem Rechten zu sehen. Wenn er durchs dörfliche Hötting streift, ist ein Stopp beim Bauern ein Muss. Der bietet nicht nur herrlichen Graukas an, sondern womöglich auch einen Hinweis. Bei der Kaffeepause im hippen Wilten versteht Stock zwar nicht, warum die jungen Männer wieder Vokuhila tragen, ahnt aber, warum er und seine Kollegin Dobernig zum Wiltener Friedhof bestellt werden. Zwischen den Gräbern liegt eine tote Frau, die keine persönlichen Habseligkeiten bei sich trägt. Da sogar die Etiketten aus der Kleidung geschnitten sind, fehlt es zunächst an Anhaltspunkten. Nun heißt es, die kleinen grauen Zellen zu Höchstleistung zu animieren.

Auf die Mischung kommt's an: kalte Spuren und heiße Kaspressknödel
"Romed Stock: Mitte 40, Polizist, geschieden, 12-jährige Tochter, wohlgenährt, auf der Suche nach etwas Ernstem" - letzteres sowohl in Bezug auf neue Indizien, als auch auf eine neue Romanze. Der Alltag, die komischen Begriffe, mit denen die pubertäre Tochter um sich wirft, der Second-Hand-Dating-Markt, auf dem sich neben ihm auch andere tummeln, die aus der Übung gekommen sind, und vor allem die Arbeit: All das hält den Mitvierziger ganz schön auf Trab. Gut, dass er alle Orte der Stadt kennt, in denen es sich bei italienischen Spezialitäten und anderen kulinarischen Genüssen sowie dem ein oder anderen Sauren Spritzer (Weißwein gespritzt mit prickelndem Mineralwasser) entspannen lässt. Wenn auf die Bisse in Leckereien Gewissensbisse folgen, bietet sein liebster TV-Held, der fiktive Kollege Hercule Poirot, Zuflucht. Ein noch effizienteres Mittel, um nicht am Alltag zu verzweifeln: die neue Kollegin Dobernig, die Pfeffer im Hintern hat und im richtigen Moment nicht davor scheut, ihrem Kollegen Stock in denselben zu treten.

Herbert Dutzler zieht es dorthin, wo Student*innen, Italienfeeling, zweifelhafte Prominenz und Naturgewalt aufeinandertreffen
Wien wird gleich von ganzen Scharen motivierter Ermittler*innen bevölkert. Das Salzkammergut hat mit Polizist Franz Gasperlmaier, Ermittler in den äußerst erfolgreichen Altaussee-Krimis von Herbert Dutzler, einen ikonischen Botschafter. Und in Innsbruck? Gähnende Leere und wilder Westen? Damit ist jetzt Schluss, denn Dutzler beehrt mit dem Reihenauftakt um Chefinspektor Romed Stock nun auch die Alpenhauptstadt. Auch wenn sie sich gut verstehen würden, aus dem gleichen Holz geschnitzt sind Gasperlmaier und Stock nicht. Die Dutzler-Handschrift ist dennoch zu erkennen: ein humorvoller Blick hinter Klischees, Protagonist*innen, die einem in Realität schon begegnet sein könnten, mit feiner Ironie eingearbeitete Beobachtungen und das Spiel mit all den Ambivalenzen, die den Charakter einer Region prägen. Und mit einem Ermittler als Feinspitz wird der kulinarische Horizont gleich bis Italien erweitert.

Herbert Dutzler: Triumphpforte und Tramezzini. Ein Innsbruck-Krimi. Originalausgabe. Haymon Taschenbuch Bd. 353, 390 S., 15.95 Euro (D), eBook 13.99 Euro (D).

 

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Frau Cernys Instinkt für Verbrechen

Rotraut Schöberl: Frau Cernys Instinkt für Verbrechen

Info des Haymon Verlags:
Der letzte Schrei am Meidlinger Markt? Ein im Grätzl aufgefundener Toter öffnet für Josy, frisch pensionierte Buchhändlerin, ein gänzlich neues Kapitel.

Großmutter gegen Goliath? Josys Hilfe ist gefragt
Ein gutes Buch, eine Tasse Kaffee, eine schnurrende Katze in streichelbarer Nähe - so würde für Josy Cerny ein perfekter Tag in der Pension aussehen. Würde! Wenn da nicht ein Junge beim Einkaufsbummel über den Meidlinger Markt auf sie zugekommen wäre, um sie um Hilfe zu bitten, da eine Baufirma den Marktstand seiner Großmutter gewaltsam zu übernehmen droht. Als er von seiner Familie erzählt, kann Josy den Zufall kaum glauben. Der Junge ist mit Josys aktuellem Rechercheprojekt, oder besser gesagt dem Subjekt ihrer Recherche, verwandt: dem legendären Johann "Schani" Breitwieser, der sich als "Robin Hood von Wien" einen Platz in der Stadtgeschichte gesichert hat.

Schwindler, Schmäh und viel Kaffee
Sabotage, Erpressung, und schließlich auch ein Toter - schnell ist für Josy klar, dass es sich hier um ein (Einkaufs-)Netz aus Lügen handelt, das sich immer weiter auszudehnen droht. Lädiertes Knie hin oder her - Josy muss handeln. In der Hoffnung, mehr über die suspekten Geschehnisse im und um den Meidlinger Markt herauszufinden, schleusen sich Josy und ihre Freundin, gleichfalls Buchhändlerin und bisher nur lesend im Bereich der Kriminalistik unterwegs, unbemerkt in das Firmengeflecht, dem auch die skrupellose Baufirma angehört, ein. Was sie hier aufdecken, ist - ganz anders als Josys Buchtipps im Frühstücksfernsehen - nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Josy glaubt gerne an das Gute in den Menschen, doch zu viel des Guten ist auch ihr nicht geheuer: Wie etwa die auffällig unauffälligen Überweisungen der Baufirma auf diverse Spendenkontos - hat es den "Robin Hood von Wien" etwa ins 21. Jahrhundert verschlagen? Eines ist sicher: Josy Cerny wird sich in Sachen gemütlicher Nachmittag mit Melange und einem guten Buch noch ein bisschen länger mit der Vorfreude begnügen müssen.

Privatführung durch Wien Meidling inklusive Buchtipps gefällig? Wir bitten darum!
Rotraut Schöberl nimmt uns mit in den Wiener Bezirk Meidling, vor allem ins Grätzl um den Meidlinger Markt und ermöglicht einen Blick in Gegenwart und Vergangenheit - mit im Gepäck: Wissenswertes zu fast vergessenen Wiener Persönlichkeiten, passende Buchtipps von Frau Schöberl höchstpersönlich und eine Prise Optimismus, die in turbulenten Zeiten wohl nie verkehrt ist. Gemeinsam mit einer Ermittlerin, die charmante Parallelen zur Autorin selbst aufweist, tauchen wir gut ausgerüstet ab ins Wien abseits der bekannten Pfade.

Rotraut Schöberl: Frau Cernys Instinkt für Verbrechen. Ein Krimi aus Wien-Meidling. Originalausgabe. Klappenbroschur, ca. 280 S., ca. 16.90 Euro (D), eBook 14.99 Euro (D).

 

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[noch nicht erschienen - erscheint laut Verlag am 08.10.2026]

 

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