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Deutscher Taschenbuch Verlag

 

Nachricht von einer Entführung

Gabriel García Márquez: Nachricht von einer Entführung

Info des Deutschen Taschenbuch Verlags:
»Marina überantwortete sich den Wächtern ohne eine Träne. Sie zogen ihr die Kapuze verkehrt herum auf, damit sie nichts sehen konnte. Der Monje nahm sie an beiden Händen, und rückwärts gehend führte er sie aus dem Haus. Marina folgte ihm mit sicherem Schritt.«

Eine alte Frau, abgemagert bis auf die Knochen, mit mattem weißem Haar. Sechs Kugeln richteten sie hin. Ihre Henker: Kriminelle, die im Auftrag des allmächtigen Paten des Medellín-Kartells handelten. Pablo Escobar ließ 1990 - auf dem Höhepunkt des Machtkampfes mit der Regierung - neun Angehörige einflußreicher Familien und Journalisten kidnappen, um von der kolumbianischen Regierung das Auslieferungsverbot für die inhaftierten Drogenbosse an die USA zu erpressen.

In Nachricht von einer Entführung hat García Márquez dieses aufsehenerregende Geiseldrama aufgrund von Aussagen der Überlebenden, ihrer Freunde und nächsten Verwandten rekonstruiert. Mit der Stilsicherheit und dem Einfühlungsvermögen des großen Romanciers sowie der scharfen Beobachtungsgabe des Journalisten führt er den Leser an den Schauplatz der Entführung, in die Wohnungen besorgter Freunde und Verwandten und in die Schaltzentralen der Macht. Angst, Verzweiflung, aber auch winzige Hoffnungsschimmer: Gebannt und erschüttert verfolgt man das individuelle Schicksal der Betroffenen und die tragische Situation eines Landes im Fa-denkreuz von Gewalt und Gegengewalt.

Gabriel García Márquez: Nachricht von einer Entführung. (Noticia de un secuestro). Aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz. dtv Nr. 12897 (1. Aufl. - Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1998), Das literarische Programm, 368 S., 11.50 Euro (D).

 

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Das Leben war schneller

Xavier Moret: Das Leben war schneller

Info des Deutschen Taschenbuch Verlags:
In der Altstadt von Barcelona ist alles möglich. Das muß auch Max Riera, erfolgloser Comiczeichner und unterbezahlter Ghostwriter, feststellen, als er eines Tages einen überraschenden Telefonanruf erhält. Am anderen Ende der Leitung ist Pau Gisbert, ein ehemaliger Mitschüler. Dieser Streber scheint es allerdings inzwischen zum erfolgreichen Manager und Finanzhai gebracht zu haben: Gisbert macht Max den Vorschlag, für ihn das Drehbuch zu einer Fernsehserie zu schreiben. Mit allen Ingredienzen, die zu einem erfolgreichen Krimi gehören, natürlich mit Happy-End, und das alles innerhalb von zwei Wochen. Angesichts seiner leeren Brieftasche bleibt Max leider gar nichts anderes übrig, als den Auftrag anzunehmen.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Noch bevor Max überhaupt eine Zeile geschrieben hat, sieht er sich in eine große Story mit einigen Toten verwickelt - einziger Nachteil: der Handlungsstrang wurde von anderen entworfen. Das Leben war schneller im wahrsten Sinne des Wortes, denn Max' Leben liefert ihm direkt und frei Haus den Plot. Und wie von Pau Gisbert gefordert, hat das seinem Leben hinterherhinkende Drehbuch ein Happy-End, wenn auch nicht im Sinne des Auftraggebers...

Xavier Moret: Das Leben war schneller. (Qui paga, mana). Roman. Aus dem Katalanischen von Therese Moser. Deutsche Erstausgabe. dtv Nr. 24258 (premium), kartoniert, 300 S., 14.50 Euro (D).

 

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