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Berlin Verlag

 

Der tödliche Zwischenraum

Patricia Duncker: Der tödliche Zwischenraum

Info des Berlin Verlags:
Toby, 18 Jahre alt, lebt seit er denken kann in einer englischen Kleinstadt, geborgen im Schoß einer ungewöhnlichen Familie, genauer gesagt eines kleinen Matriarchats. Von seiner Mutter Iso, einer begabten und erfolgreichen Malerin, blond und feingliedrig wie er, trennen ihn nur 15 Jahre. Das Familienoberhaupt ist Tante Luce, Textildesignerin vom Rang und Auftreten einer Vivian Westwood; ihre Geliebte trägt den sprechenden Namen Liberty. Der junge Mann Toby ist perfekt eingepasst in diesen Amazonenstaat - bis hin zu physischer Mimikry, sein androgyner Reiz gleicht dem seiner über alles geliebten Mutter aufs Haar. In diese freiheitliche Landidylle bricht plötzlich das männliche Element ein als existentielle Ruhestörung. Zunächst manifestiert sich die Störung in dem Geruch nach kaltem Rauch, den Toby an seiner Mutter wahrnimmt, doch schon bald nimmt sie unübersehbar Gestalt an, die mächtige, schwere Gestalt eines gewissen Roehm. Tobys eifersuchtsgeschärfter Blick erkennt die unbestimmte Gefahr, die von diesem zurückhaltenden und zugleich ungeheuer besitzergreifenden Mann mit den Wolfsaugen ausgeht, zumal er sich selbst auf fatale Weise von ihm angezogen fühlt. Roehms immer flüchtige, aber dadurch nicht weniger intensive Präsenz entfaltet bald ihre subversive, zerstörerische Kraft. Im doppelten Kampf um die Liebe der Mutter und die ihres Geliebten entwickelt sich Toby zum fanatischen Spitzel, der jeden ihrer Schritte bewacht und vor allem alles daran setzt, die wahre Identität Roehms aufzudecken, und je mehr Toby über den großen Unbekannten erfährt, desto unheimlicher wird er. Doch plötzlich kippt das Spiel. Toby und Iso fliehen, und es beginnt eine dramatische Verfolgungsjagd.

Patricia Duncker: Der tödliche Zwischenraum. (The Deadly Space Between, 2002). Roman. Aus dem Englischen von Barbara Schaden. Deutsche Erstausgabe. Berlin Verlag, gebunden, 304 S., 19.90 Euro (D).

 

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Märchen eines wahren Mordes

Chloe Hooper: Märchen eines wahren Mordes

Info des Berlin Verlags:
Die blutjunge Kate ist Lehrerin an einer Grundschule im Herzen Tasmaniens, der ehemaligen australischen Sträflingskolonie. Ihr Lieblingsschüler ist Lucien, ein hochbegabter, eigenwilliger Junge, Ebenbild seines Vaters, dessen Verführungskünsten Kate erlegen ist. Die Frau des Geliebten, eine rothaarige, orchideenhafte Schönheit, hat gerade ein Buch veröffentlicht: "Mord in Black Swan Point". Es ist die Geschichte eines wahren Mordes, der sich hier auf der Insel ereignet hat und nie wirklich aufgeklärt wurde - ein klassisches Eifersuchtsdrama.

Je mehr sich Kate in ihre lolitahafte Beziehung zu Luciens Vater verstrickt, desto größer wird ihr Interesse an jenem "Mord in Black Swan Point", der die Dreieckskonstellation, auf die sie sich eingelassen hat, auf fatale Weise spiegelt und ihr einen blutigen Ausgang zu prophezeien scheint. Um ihre Gedanken zu ordnen, beginnt Kate eine eigene Version des Mordfalls niederzuschreiben. Ihr geheimer Adressat ist Lucien, dessen merkwürdiges Verhalten im Unterricht sie zunehmend alarmiert. Mit jedem Kapitel dieses Märchen eines wahren Mordes wächst die Obsession der jungen Frau, die sich immer stärker mit der Rolle des Opfers identifiziert. Zu Recht?

Mit taschenspielerischer Leichtigkeit lässt Chloe Hooper - gewissermaßen vor den Augen des Publikums - diesen funkelnden, mehr als doppelbödigen Roman entstehen, der den Leser atemlos zurücklässt.

Chloe Hooper: Märchen eines wahren Mordes. (A Child's Book of True Crime). Roman. Aus dem Englischen von Barbara Schaden. Deutsche Erstausgabe. Berlin Verlag, gebunden, 274 S., 19.90 Euro (D).

 

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