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Grafit

 

Raid und der Legionär

Harri Nykänen: Raid und der Legionär

Info des Grafit Verlags:
Uki Kukkamaas Spezialität sind Geldschränke. Als er erfährt, dass im Safe eines Anwaltsbüros drei Millionen finnische Mark liegen - Schwarzgeld, das ins Ausland geschafft werden soll - beschließt er, den Tresor zu knacken. Zwei Drittel für ihn, ein Drittel für Lauri Lehtinen, der ihm den Tipp gegeben hat. Der Einbruch gelingt und Uki bittet Raid, den sympathischen Gangster mit eigener Moral, Lauri das Geld zu bringen. Als Raid in Lauris Wohnung ankommt, ist dieser tot - alles deutet auf Mord hin. Raid informiert Kommissar Jansson von der Kripo Helsinki, mit dem ihn eine Beinahe-Freundschaft verbindet, und macht sich auf die Suche nach Eki, genannt 'der Legionär'. Denn Lauri hatte verfügt, dass der 'Legionär' ihn beerbt. Der wortkarge Jansson und sein lebensfroher Kollege Huusko, der gerade die Frau fürs Leben gefunden hat, müssen nun in gleich zwei Fällen ermitteln, denn es gibt einen weiteren Toten: Ein Mann ist mit einer Axt im Schädel aufgefunden worden. Nachbarn haben einen Streit gehört und eine Gestalt flüchten sehen, deren Beschreibung haargenau auf den berüchtigten 'Legionär' passt. Während ein Team fieberhaft nach dem mutmaßlichen Täter fahndet, erleben Jansson und Huusko in Lauris Wohnung eine Überraschung: Offenbar auf Befehl von ganz oben ist der Fall zwei Kollegen übertragen worden - beides Zöglinge von Alaniemi, ehemaliger Kripochef und jetzt heißer Kandidat für den Posten des Innenministers. Als dann auch noch der Gerichtsmediziner einen natürlichen Tod bescheinigt, beschließen Jansson und Huusko an der Sache dranzubleiben. Und Raid? Dem ist es inzwischen gelungen, den 'Legionär' aufzuspüren...

Harri Nykänen: Raid und der Legionär. (Raid ja legioonalainen, 2002). Kriminalroman. Aus dem Finnischen von Regine Pirschel. Deutsche Erstausgabe. 254 S., 8.90 Euro (D).

 

[Thomas Wörtches Leichenberg 01/2005]

 

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Charlotte

Felix Thijssen: Charlotte

Info des Grafit Verlags:
Ihr ganzes junges Leben lang wurde der achtzehnjährigen Charlotte erzählt, ihr Vater sei ein anonymer Samenspender. So hatten sich damals ihre Mutter Elisabeth und deren Liebes- und Lebenspartnerin Leonoor ihren Kinderwunsch erfüllt. Doch als Elisabeth bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, taucht eine offizielle Akte auf, die den reichen Geschäftsmann Walter Runing als Vater ausweist. Charlotte beschließt, ihn aufzusuchen - und platzt wie eine Bombe in die heile Welt der Familie Runing. Seit über zwanzig Jahren ist Walter mit Heleen, einer erfolgreichen Psychologin, verheiratet, ihre zwei Töchter sind schöne und begabte junge Frauen, das Vermögen ist beträchtlich. Walter leugnet die Vaterschaft, gibt aber zu, vor achtzehn Jahren ein Verhältnis mit Elisabeth gehabt zu haben, die damals seine Sekretärin war. Seine Töchter sind erschüttert, Heleen flüchtet gekränkt zu ihren Eltern. Es kommt zu einer zweiten Begegnung von Charlotte und Walter und es soll die letzte sein: Kurz darauf wird Walter beim Golfspielen mit Geschäftsfreunden erschossen. Als wenige Tage nach der Beerdigung im Namen Charlottes eine Forderung über den Pflichtteil an der Millionenerbschaft eingereicht wird, beauftragt die Witwe den Privatdetektiv Max Winter herauszufinden, ob Charlotte tatsächlich die Tochter des Toten ist.

Kaum hat Max, seit kurzem selbst glücklicher Vater einer Tochter, mit der Recherche begonnen, erhält er einen zweiten Auftrag von einem befreundeten Anwalt: Die Polizei hat inzwischen einen Verdächtigen im Mordfall Walter Runing festgenommen und Max soll Beweise für die Unschuld seines Mandanten finden. Als der junge Mann bei einem Fluchtversuch ums Leben kommt, legt die Polizei den Fall als geklärt zu den Akten. Etwas vorschnell, findet Max, der auch in der Vaterschaftsangelegenheit immer noch im Dunkeln tappt. Erst ein Besuch bei einer alten Freundin von Elisabeth bringt die Wahrheit zu Tage - und eine lange Geschichte von List und Betrug.

Felix Thijssen: Charlotte. (Charlotte, 2002). Kriminalroman. Aus dem Niederländischen von Stefanie Schäfer. Deutsche Erstausgabe. 348 S., 9.90 Euro (D).

 

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Grappa und der Tod aus Venedig

Gabriella Wollenhaupt: Grappa und der Tod aus Venedig

Info des Grafit Verlags:
Drei Leichen in der Bierstädter Zentrale des Deutschen Gewerkschaftsbundes: Ein brutaler Mörder hat DGB-Chef Ansgar Hunze das Gesicht weggeschossen. Neben dem Toten zwei Schwestern, die für ihren lockeren Lebenswandel bekannt waren - ebenfalls kaltblütig hingerichtet.

Reporterin Maria Grappa glaubt zunächst an Rache der Arbeiterklasse, denn der DGB-Mann hat sich mehr um die Vermarktung seiner Malkunst als um den Kampf gegen das Kapital gekümmert. Gemälde seiner 'Serie in Blau' hängen sogar in den Büros des Arbeitgeberverbandes.

Die rothaarige Journalistin findet heraus, dass die Schwestern nicht nur dem DGB-Mann als 'Musen' dienten - auch ein berüchtigter Mundartdichter namens Karl Krawottki ('Die Dichterstimme vonne Kaiserstraße') ließ sich von dem Duo zu erotischen Blankversen inspirieren. Gerade als Grappa dem Poeten auf den Zahn fühlen will, fällt der ebenfalls dem Mörder zum Opfer. Die Reporterin, als Erste am Tatort, findet eine alte venezianische Maske neben dem Toten.

Und noch andere Spuren führen nach Venedig. Grappa erfährt, dass die beiden toten Künstler im vergangenen Sommer für drei Wochen den Palazzo Contarini del Bovolo gemietet hatten, um dort gegen viel Geld Kreativseminare abzuhalten. Mit dabei war auch der Bierstädter Komponist Ben Wiesengrundel, der mit seinem 'Venezianischen Zyklus über eine verklärte Nacht' die Musikwelt in Entzücken versetzt hat und nun spurlos verschwunden ist. Ist der Musiker der Mörder? Oder hat sich ein Seminarteilnehmer gerächt? So musste zum Beispiel der berühmte Fünf-Sterne-Koch Michelangelo Baci bereits nach zwei Tagen die Gruppe im Palazzo wegen 'kultureller Überforderung' verlassen.

Grappa zögert nicht und folgt den Spuren der Männer in die Lagunenstadt. Dort gerät sie in einen Strudel von Geheimnissen und Täuschungen, aber auch erotischen Obsessionen...

Gabriella Wollenhaupt: Grappa und der Tod aus Venedig. Kriminalroman. Originalausgabe. 219 S., 8.40 Euro (D).

 

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Verkauftes Sterben

Jan Zweyer: Verkauftes Sterben

Info des Grafit Verlags:
Ein Mandat, das Rechtsanwalt Rainer Esch nicht unberührt lässt: Horst Mühlenkamp weiß, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat - die Diagnose lautet Leukämie. Um die letzten Monate genießen zu können, möchte er nun das Angebot der 'FürLeben GmbH' annehmen, die Todkranken Kontakte zu Investoren vermittelt. Der Deal sieht so aus: Begünstigter der Lebensversicherung des Sterbenden wird ein Investor, der den Kranken im Gegenzug auszahlt. Ein Geschäft, an dem alle verdienen - dem Versicherten steht sofort eine höhere Geldsumme zur Verfügung, als wenn er den Vertrag vorzeitig kündigen würde; tritt der Todesfall ein, bekommt der Investor von der Versicherungsgesellschaft mehr ausgezahlt, als er eingesetzt hat. Esch soll nun anwaltlich prüfen, ob die Verträge von 'FürLeben' in Ordnung sind, legal ist so ein Geschäft jedenfalls. Sechs Monate später: In Recklinghausen-Suderwich explodiert ein Haus. Ein Fall für Hauptkommissar Brischinsky und seinen Mitarbeiter Baumann, denn es gab einen Toten und alles deutet auf Fremdverschulden hin. Aber hatte es wirklich jemand auf Rentner Theo Bauer abgesehen? Oder richtete sich der Anschlag gegen die Besitzer des Gebäudes, ein Apothekerehepaar?

Kurz darauf bekommen die Recklinghäuser Beamten noch eine Leiche auf den Tisch, einen toten Jogger. Das ist aber vermutlich eine klare Sache, der junge Mann hat sich wohl übernommen. Als Esch von dem toten Jogger hört, sieht er das anders, denn der Tote heißt Horst Mühlenkamp. Und Mühlenkamp war wider alle Prognosen von der Leukämie geheilt. Nun soll er beim Joggen einfach so umgefallen sein? Welch Ironie des Schicksals, zumal Mühlenkamp dieses Schicksal auch noch weit entfernt seiner üblichen Laufstrecke ereilt hat. Esch kann seine Neugier mal wieder nicht bezähmen und versucht hinter die Kulissen der 'FürLeben GmbH' zu gucken. Seine Recherchen führen ihn auch zu diversen Apothekern...

Jan Zweyer: Verkauftes Sterben. Kriminalroman. Originalausgabe. 344 S., 9.90 Euro (D).

 

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Monatsübersicht Juni 2004

 

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