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Assoziation A

 

Rote Frauen werden immer schöner

Frédéric H. Fajardie: Rote Frauen werden immer schöner

Info der Assoziation A:
»Rote Frauen werden immer schöner« ist ein spannender und melancholischer Roman noir, eine wunderbare Liebesgeschichte und eine linksradikale Bilanz der Mairevolte von 1968.

Fajardie schildert den Mai '68 aus der Sicht von Freddy, einem proletarischen Linksradikalen, der im Gegensatz zu seinen Genossen aus gutbürgerlichem Haus alles riskiert und damit außer in Liebesangelegenheiten ziemlich auf die Schnauze fällt. Freddy ist der echte Revolutionär, der von einer falschen Revolution verraten wurde. Gescheitert ist die Revolution und ihre proletarischen Anhänger, die Bürgersöhnchen haben ihre Schäfchen ins Trockene gebracht, indem sie auf Seite ihrer Eltern wechselten. Freddy erschießt 1968 einen Flic aus Notwehr, muss deshalb Frankreich verlassen und verbringt 20 Jahren in diversen Befreiungsbewegungen bis er ins Paris der Mitterand-Jahre zurückkehrt. Die meisten seiner GenossInnen haben sich mit den Verhältnissen arrangiert. Fajardie schafft etwas, was heute kaum noch möglich scheint, nämlich diesen Standpunkt plausibel und spannend erscheinen zu lassen. Er springt in dem Roman zwischen 1968 und 1988 hin und her und wirft einen verächtlichen Blick auf die Zeit der Mitterandjahre, die vielen Linken als der endgültige Verrat der '68er Bewegung gilt.

Frédéric H. Fajardie: Rote Frauen werden immer schöner. (Jeunes femmes rouges toujours plus belles, 1988). Roman. Aus dem Französischen von Barbara Heber-Schärer. Deutsche Erstausgabe. Kartoniert, 191 S., 12.00 Euro (D).

 

[Thomas Wörtches Leichenberg 01/2004]

 

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