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Klett-Cotta

 

Limonenfeuer

Fernando Aramburu: Limonenfeuer

Info des Verlags Klett-Cotta:
Literatur und das Leben in San Sebastián sind das Thema dieses ersten Romans des Basken Fernando Aramburu.

Hilario hat im Radio gehört, daß sich am Nachmittag ein Zirkel interessierter Literaten im Café trifft. Das ist seine Chance, denn heimlich träumt er von einer Karriere als jüngster Nobelpreisträger. Um sich nicht schon zu Beginn zu blamieren, macht er sich bei einem Studienfreund schlau: Checho weiß immer alles. Weniger bekannt ist, daß Checho Mitglied der ETA ist.

So beginnt dieser virtuose, hintergründige und komische Roman über sechs Freunde, der mitten hineinführt in die baskische Hauptstadt San Sebastián mit ihren Boulevards, den traditionsreichen Cafés, den Vierteln der Reichen, den heruntergekommenen, schmuddeligen Vororten.

Die verschworene Gruppe angehender Literaten trifft sich von nun an jeden Tag, diskutiert Lieblingsautoren und heckt Streiche aus. Ästhetischer Bürgerkrieg mit der Taktik und den Methoden der ETA ist ihr Programm. Die kleinen, großmäulig geführten Machtkämpfe untereinander sind nur erste Anzeichen, daß die Gruppe zerfällt. Eine dramatische Bootsfahrt, die um ein Haar tödlich ausgeht, bringt die Entscheidung.

Fernando Aramburu: Limonenfeuer. (Fuegos con limón, 1996). Roman. Aus dem Spanischen von Ulrich Kunzmann. Gebunden, 742 S., 25.50 Euro (D).

 

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Corner Boys

Geoffrey Beattie: Corner Boys

Info des Verlags Klett-Cotta:
Liebe und Verrat in Belfast.
»Drei von den Jungs warn schon da, wie ich kam. Ich hab ihnen kurz zugenickt und mich ganz automatisch neben sie gequetscht, an meinen Stammplatz. Ohne was zu sagen. Wir lehnten draußen vor der Imbißstube an der Wand. Wir haben immer Ecke gesagt, aber eigentlich wars bloß draußen vor der Frittenbude.«

»Wir standen also alle vier schweigend in einer Reihe da und kuckten zu, wie der Verkehr rollt - die schwarzen Taxis und die Busse und ab und zu mal 'ne Patrouille. Jackie zeigte 'nem vorbeifahrenden Geländewagen von der RUC den Stinkefinger. Der Geländewagen hat kurz gestoppt, es is aber nix passiert. Die haben gleich wieder Gas gegeben und sind weitergefahren. Und der eine RUC-Mann hinten auf'm Rücksitz hat die Geste erwidert. Wenn die ausgestiegen wären, wär ich praktisch schon in den Startlöchern gewesen. Mein Fluchtweg stand längst fest - neben dem Bäcker vorbei, über die Hinterhöfe, aber schön vorsichtig, wegen den Scherben auf der linken Seite, dann den Durchgang rein, wo der Taubenzüchterverein is, beim letzten Haus über die Mauer. Dort in der Ecke kauern bleiben. Die alte Frau, die da wohnt, kommt nie raus auf ihren Hof. Zwanzig Minuten warten. Und ab nach Hause, aber vorsichtig. Ich teste meine Fluchtwege immer vorher aus. Drum bin ich auch noch nie geschnappt worden. Ich überlaß nich gerne was dem Zufall.«

Arbeit gibts keine in Belfast für die Clique an der Ecke, zu der James gehört. Höchstens mal 'nen Gelegenheitsjob als Geldeintreiber für die Stadtteilbosse, alles harte Typen mit Knarren, die schon mal jemand ins Knie schießen. So als Denkzettel, damit der spurt. Was mit seinem besten Freund geschah, war zwar nur eine Scheinexekution. Aber James ist es nicht wohl in seiner Haut. Und da ist noch das Problem mit seiner Freundin Shannon. Eine Katholische. Die Clique darf nichts davon erfahren, sonst ist er unten durch. Als er spannt, daß Shannon bloß jemanden für ihre Rache braucht und James so verliebt ist, daß er drauf reinfällt und bei der Schießerei sein Freund hopps geht - da ist endlich Schluß. James will da raus.

Geoffrey Beattie: Corner Boys. (The Corner Boys, 1998). Roman. Aus dem Englischen von Christa Schuenke. Gebunden, 264 S., 16.00 Euro (D).

 

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