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KrimiZeit-Bestenliste
Januar 2015

1. James Lee Burke: Regengötter (Heyne)

2. Denise Mina: Das Vergessen (Heyne)

3. Kim Zupan: Die rechte Hand des Teufels (Knaur)

 

Die KrimiZeit-Bestenliste ist eine Kooperation von

Die Zeit

NordWestRadio

 

Alle weiteren Titel der Bestenliste unter
www.zeit.de/krimizeit-bestenliste

Thomas Wörtches Leichenberg 01/2015
Schön, dass mit Stuart MacBrides »Das Knochenband« (Goldmann) der achte Roman um Logan McRae endlich auch bei uns erschienen ist, nachdem zwei weitaus schwächere Romane aus der weitaus schwächeren Serie um DC Ash Henderson den Fortgang der Serie gehemmt hatten. MacBride ist einer der wenigen, die ich kenne, der einerseits strukturell seine Masche durchziehen kann: Verschiedene, zunächst weit auseinanderliegende Stränge werden so verknotet, dass am Ende sogar die Kontigenz der Ereignisse ihren Platz hat. Hier geht es um einen Fantasy-Film, der Aberdeen als Filmstandort befördern soll, um ziemlich eklige Ritualmorde und um das Drogenbusiness des nicht nur lokalen Organisierten Verbrechens, mit dem der inzwischen als Detective Inspector diensttuende McRae an der Backe hat...
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Thomas Wörtche: Eine Stadt zu zynisch zum Trauern
Völlig unterschätzt wird bei uns die schottische Schriftstellerin Denise Mina. In ihrem neuen Roman »Das Vergessen« führt sie zurück in die Nacht vom 31. August 1997, als Lady Di in Paris tödlich verunglückte. Mina stellt unbequeme Fragen etwa über korrumpierte Institutionen und hebt sich wohltuend ab von ihren Kollegen, die den Krimi-Schauplatz Schottland häufig folkloristische darstellen.
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Thomas Wörtches Leichenberg 12/2014
In Kapstadt wird die Stimmung zwischen jüdischen und muslimischen Bevölkerungsteilen ungemütlich, als in einer Synagoge die geschändete Leiche eines anscheinend muslimischen Kindes gefunden wird. Der Nahost-Konflikt, jetzt auch in Südafrika? Von Inspector Eberard Februarie, nicht gerade everybody's darling bei der Polizei, erwartet man höheren Ortes eine bestimmte Handhabung des Falles, in dem auch eine reiche christliche Kirche, der Geheimdienst und der Innenminister mitmischen. Andrew Browns neuer Roman »Trost« (btb) nimmt ein Thema auf, dass auch seine Kollegen Mike Nicols und Deon Meyer umtreibt...
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Thomas Wörtche: Im Osten die Bösen
Ist dem hölzernen US-Patrioten Tom Clancy ein prophetischer Roman gelungen? Der im Oktober 2013 verstorbene Autor hat einen Roman hinterlassen, in dem Russland die Krim anektiert und einen neuen Kalten Krieg heraufbeschwört. Strippenzieher ist ein russischer Präsident mit KGB-Vergangenheit, der mit dem organisierten Verbrechen kooperiert, um ungeheure Reichtümer anzuhäufen.
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Thomas Wörtche: Der Marquis als Solitär
Die Werke des Marquis de Sades sind Schlüsseltexte zum Verständnis der Moderne. Pünktlich zu 200. Todestag des Marquis legt der Freiburger Historiker Volker Reinhardt eine de-Sade-Biographie vor, die sich - wie es im Untertitel heißt -, an einer "Vermessung des Bösen" versucht.
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Thomas Wörtches Leichenberg 11/2014
Keine guten Nachrichten für alle, die dachten, dass sich Don Winslow nach dem Debakel seiner Söldnerschwarte »Vergeltung« besinnen und mit »Missing. New York« wieder einen guten Roman vorlegen würde. Das neue Buch ist immerhin nicht so brachial-dumpf, atmet aber ganz und gar den Geist reaktionärer Modernitätskritik. Ein aufrechter, tapferer Kleinstadtsheriff aus Nebraska gibt der Mutter eines entführten Mädchens sein Wort, es wieder zu finden. Das ist absichtlich die Konstellation von Dürrenmatts »Das Versprechen«, gegen dessen bittere Ironie und gegen die Rolle der Kontingenz Winslow die amerikanische Hau-Drauf-Ideologie dessen setzt, der an das Gute glaubt...
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Thomas Wörtche: Selbstreferentielle Attacke aufs Krimigenre
Endlich wieder präsent auf dem deutschen Buchmarkt ist James Lee Burke, einer der großen zeitgenössischen US-Autoren. In seinem aktuellen Roman »Regengötter« erzählt in eigenwilliger Prosa von einem Massaker nahe der texanisch-mexikanischen Grenze, dem neun Frauen asiatischer Herkunft zum Opfer fielen. Burke überzeugt mit einem straffen, harten Plot, facettenreichen Figuren und stimmungsvollen Beschreibungen der Natur.
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Thomas Wörtches Leichenberg 10/2014
Die Vereinigten Staaten von Amerika stecken in einer tiefen Krise. Ihre Gesellschaft ist zerrissen und uneins, ihr außenpolitisches Gewicht fragwürdig, ihre moralischen "Werte" demontiert. Man kann darüber streiten, ob die Populären Kulturen auf diese Umstände reagieren oder sie, seismographisch, vorformulieren. Unübersehbar auf jeden Fall ist, dass Serien wie »Deadwood« oder »Boardwalk Empire« und Autoren wie u.a. James Carlos Blake oder Daniel Woodrell seit Jahren die Grundlagen dieser Gesellschaft neu denken, deren Mythen, Narrative und fragilen Konsense einer abermaligen Revision unterziehen und dabei den Stellenwert von "Genre" im Konzert der Künste spürbar erhöhen... Und was für die USA gilt, gilt (bald) auch für uns. Ein brillantes Beispiel für einen solchen Grundlagen-Check ist Bruce Holberts Debut-Roman »Einsame Tiere«...
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Thomas Wörtche: Meditationen über Gewalt
Das Muster scheint bekannt: Ein alter, zittriger Sheriff sattelt ein letztes Mal sein Pferd und macht sich noch einmal auf die Suche nach einem Bösewicht. Klassischer, kraftvoller Westernstoff, wie wir ihn etwa aus Filmen von Sam Peckinpah oder den Coen-Brüdern kennen. Der amerikanische Autor Bruce Holbert indes dreht in seinem Roman »Einsame Tiere« den Western um - und damit auch die Werte, die das Genre repräsentiert.
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Thomas Wörtches Leichenberg 09/2014
Gangster als tragische Helden - das gehört noch nicht einmal mehr zu den Mythen des Alltags, sondern zu der eher lustigen Denkfigur, dass "Gesellschaft" und "Organisierte Kriminalität" etwas kategorial Verschiedenes seien. Dashiell Hammett hat mit seinem Roman »Red Harvest« (1929) diesen Aspekt in die Kriminalliteratur eingeführt, bei Jerome Charyn, einem zentralen Gegenwartsautor unserer Zeit, ist diese Erkenntnis Zentrum seiner bisher elfbändigen Saga um den Cop Isaac Sidel aus der Bronx, der es als guter Mensch, Mafioso und Mörder zum Präsidenten der USA bringt. Für englische Verhältnisse modifiziert folgen Howard Linskeys Romane um ein kleines, nettes Familienunternehmen in Newcastle-upon-Tyne diesem Modell unserer heutigen Gesellschaft.
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Thomas Wörtche: Beseelte Tiere
Mit einer außergewöhnlichen Erzählperspektive wartet franko-kanadische Autor Wajdi Mouawad in seinem Roman »Anima« auf: Er lässt einen Frauenmord in Montréal und die Aufklärung weitgehend von unterschiedlichen Tieren rapportieren - von Katzen, Goldfischen, Gelbfiebermücken, Möwen und Rotfüchsen. Tragfähige Kritik am anthropozentrischen Erzählen, oder doch ein überladenes Unterfangen?
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Thomas Wörtches Leichenberg 08/2014
Es gibt Bücher, die man ungeduldig erwartet, auf die man sich einfach freut: Der dritte Teil der "Rache-Trilogie" von Mike Nicol ist so ein Fall. Nach »Payback« und »Killer Country« jetzt endlich Black Heart (btb). Die einem englischen Renaissance-Drama nachgebaute Geschichte der Rache einer "farbigen" (coloured) Frau an einem weißen Mann, die beide moralisch dubiose Figuren sind, schneidet wie mit einem Rasiermesser durch alle politischen Eiterbeulen von Südafrika....
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Autoren-Infos: H.R.F. Keating
Henry Reymond Fitzwalter Keating, wird am 31 Oktober 1926 in St. Leonards-on-Sea, East Sussex, geboren. Der distinguierte Name ist seinem Vater geschuldet, ein Schulmeister, der gerne selbst als Schriftsteller reüssiert hätte und der Überzeugung war, dass pompöse Initialien auf einem Buchdeckel eindrucksvoll wirken. Keating besucht die Merchant Taylors' School in Middlesex, Greater London, doch schon mit 16 Jahren verlässt er die Schule und verdingt sich bei der BBC als Techniker...
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Autoren-Infos: Harlan Coben
Harlan Coben, geboren am 04. Januar 1962, wuchs auf in Livingston, New Jersey. Er studierte Politikwissenschaft am Amherst College und arbeitete in der Reise-Firma, die seinem Großvater gehörte, bis er mit seinen Romanen reüssierte. Coben veröffentlichte zunächst zwei leidlich erfolgreiche stand-alones, bevor er seinen erfolgreichen Serien-Charakter mit dem merkwürdigen Namen Myron Bolitar ersann...
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