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Autoren-Infos: Robert B. Parker
Robert B. Parker, amerikanischer Autor mit dem gigantischen output von rund fünf Dutzend Kriminalromanen, mehreren mainstream novels und einigen Sachbüchern, wurde hautpsächlich bekannt durch seine Roman-Serie um den Privatdetektiv Spenser, der bis heute in knapp 40 Büchern auf den Straßen Bostons ermittelt. Parker, wie die meisten Kriminalschriftsteller seiner Generation, bewegte sich in der Tradition der Klassiker wie Chandler und Hammett, gleichzeitig gelang es ihm, der Figur des Privatdetektivs eine Runderneuerung zu verordnen und diese fit zu machen für die Literatur der Siebziger und der folgenden Jahre.
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Thomas Wörtches Leichenberg 02/2010
Für das Genre "Crime Fiction" ist James Ellroy ein wichtiger Autor. Er schreibt Thriller, die in keine Schubladen passen; seine Themen kommen aus den politischen, sozialen und historischen Realitäten, die man normalerweise nicht allzu genau betrachten möchte. Diese Realitäten transponiert er in seinen persönlichen, obsessiven Kosmos und verformt sie zu gewaltigen Textgebirgen. Hier, in »Blut will fließen« (Ullstein), dem letzten Drittel der Kennedy-Hughes-Hoover-Trilogie, die bis zu Watergate 1972 reicht, führt Ellroy ein riesiges Figurenensemble durch einen labyrinthischen Plot:
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Thomas Wörtches Crime Watch 02/2010
»Blut will fließen« von James Ellroy ist der letzte Roman eines Tryptichons über die US-amerikanischen Mythen der 1950er, -60er und -70er Jahre. Wie schon in den anderen beiden Teilen, »Ein amerikanischer Thriller« und »Ein amerikanischer Albtraum«, bewegt sich auch hier die Handlung in kleineren und größeren Kreisen um drei Fixpunkte: Das Kennedy-Attentat, das Treiben des Moguls Howard Hughes und die Monstrositäten des F.B.I.Chefs J. Edgar Hoover.
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Thomas Wörtches Leichenberg 01/2010
1300 Seiten über eine Kleinstadt in Maine, namens Chester's Mill. Korrupte Kleinstadtbullen, durchgeknallte Lokalpotentaten, religiöse Fundamentalisten, Drogenköche, Xenophobe, folternde Rednecks, Rassisten, ein arg ekliger Frauenmörder und viele, viele andere Figuren aus dem ganz alltäglichen Wahnsinn der USA bevölkern in grossen Mengen Stephen Kings neuen Roman »Die Arena« (Heyne). Das ist für seine Verhältnisse nichts Neues, denn die genau und phantasmagorisch-präzise Zergliederung von small town America im Geiste des großen Ray Bradbury war schon immer Stephen Kings Paradedisziplin...
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Thomas Wörtches Crime Watch 01/2010
Am 21. Oktober 2012 senkt sich eine Kuppel über die 2000-Seelen-Gemeinde Chester's Mill in Maine. Anders als die Kuppel, die wir aus dem Simpsons-Film kennen, ist Kings "Dome" ein bösartiges Ding. Es zerschneidet im Moment des Herunterfallens Mensch und Tier, ist transparent, läßt iPods und Herzschrittmacher explodieren, wenn man zu nahe kommt, und ist selbst gegen die avancierteste menschliche Zerstörungstechnologie immun. Aber man kann hindurchsehen und die eingeschlossen Menschen dabei betrachten, wie sie von nun an ihr Leben fristen und mit der Situation klarkommen müssen. Eine soziologischer Versuchsaufbau par excellence. Und ein prächtiges Biotop für Stephen King, so ziemlich alle seine Themen, Obsessionen und popkulturellen Vernetzungen auf fast 1300 Seiten opulent auszuleben...
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Bianca Reineke: Kirche, Krimis und Kate Charles
Wer an Krichenkrimis denkt, hat meist Dan Brown und die ungezählte Plagiate im Sinn, die im Fahrwasser des Brown'schen Megasellers rumdümpeln: Unholde in dunklen Kutten und finstere Verschwörungen um die finalen Geheimnisse der Menschheit. Bei all den Ungeheuerlichkeiten geraten die aktuellen kirchenpolitischen Diskussionen aus dem Blick, etwa die Debatte um die Ordination von Frauen oder die Diskussion um die Trauung homosexueller Liebespaare.
Die amerikanische Krimi-Autorin Kate Charles, die seit langen Jahren in England lebt und meist als britische Autorin bezeichnet wird, beschäftigt sich seit knapp zwei Jahrzehnten mit dem Thema. In einem Interview mit Bianca Reineke gibt Kate Charles Auskunft über ihre Arbeit. Eine Bibliographie finden Sie auf der entsprechenden Seite in den Autoren-Infos.
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Thomas Wörtche: Nette Kleinstadt Stellenbosch
Stellenbosch, Südafrika: Im ausgehenden 17. Jahrhundert führt der holländische Gouverneur Simon van der Stel, Namensgeber des Städtchens, den Weinanbau ein, der zumeist mit der Arbeit der Sklaven realisiert wurde. Stellenbosch heute - eine kleine, normale Kleinstadt, möchte man meinen. Aber eine Kleinstadt, die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.
Der Südafrikaner Andrew Brown verbindet in seinem Roman »Schlaf ein, mein Kind« zwei Handlungsstränge aus zwei Epochen, die erst am Ende miteinander zu tun haben. Und davon wissen Browns Figuren nichts.
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Autoren-Infos: Andy McNab
Andy McNab - ein bis heute ungelüftetes Pseudonym - wurde1959 geboren und wuchs als Waisenkind in einfachen Verhältnissen im Süden Londons auf. Als Jugendlicher kommt er mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt und handelt sich eine Arreststrafe ein. Um seine Haftstrafe zu verkürzen, meldet sich McNab 1976 zur Army, wird Infanterist bei den Royal Green Jackets und dient hauptsächlich in den IRA-Hochburgen in Nord-Irland. 1974 wechselt McNab zur Eliteeinheit SAS, dem Special-Air-Service. Gut ein Jahrzehnt operiert er im offenen und verdeckten Anti-Drogen- und Anti-Terrorismus-Krieg, seine Einsätze führen ihn in den Nahen und Fernen Osten, nach Süd- und Mittelamerika und wieder nach Nord-Irland.
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